Teuerung

Alle reden übers Wetter. Gletscher schmelzen. Das Klima kippt.

Alle reden über Krieg. Menschen schießen sich auf Befehl gegenseitig tot für Nationalismus und Vaterland.

Alle reden über Teuerung. Strom- und andere Preise explodieren.

Klar, irgendwelche cleveren Schlaumeier wollen daran auch verdienen. Das funktioniert immer noch hervorragend in unserem unsäglichen System. Andererseits sieht sich die Bevölkerung einer Inflation von 10% gegenüber. Auch diese Kröte soll man stillschweigend schlucken. Betriebe erhalten 1,3 Milliarden, aber nur, wenn sie keine Heizschwammerl einsetzen. Der Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung reicht das nicht. Man könnte fast Mitleid bekommen. Vorschlag: Warum nicht auch die Gehälter um 10% erhöhen? Nicht nur- das Pflegepersonal mit mehr Freizeit ausstatten und Anerkennung wäre das Gebot der Stunde. Auch die mehrheitlich nicht gerade gut betuchten PensionistInnen hätten mal Gelegenheit, beinahe zu jubeln. Immerhin wurde die 10% Erhöhung von ZVPÖ und PensionistInnenverband vorgeschlagen. Aber solche Prozesse zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen sind scheinbar zäher als Pech. Kaiserin von Europa, von der Leychen, meint forsch, übermäßige!! Übergewinne, (tolles Wort) sollten etwas abgeschöpft werden. Wie saure Sahne. Denn zuviel Übergewinne stoßen der Bevölkerung auf und sorgen für Unmut. Gewinne aber müssen scheinbar sein. Das Vokabular und Einseifung der Kapitalisten. Die hiesige Regierung ist ja nicht gerade bekannt für soziale Umwälzungen. Ideen wären genügend da, nur ist die Umsetzung in diesem System, das nur auf Profit, Lobbyismus und Wirtschaftswachstum kontra Vernunft und Gerechtigkeit basiert, eminent schwierig bis beinahe unmöglich.

Aber das muss ja nicht immer so bleiben. 

Sylvia Dürr

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