
Thema „16 Tage Gewalt an Frauen“.
Vom internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember werden weltweit Gebäude mit orangem Licht bestrahlt.
(Trotz „Klimakrise“!)
Heuer wurden in Österreich schon 28 Frauen ermordet. Im Sommer letzten Jahres waren es
„nur“ 16. Laut UN wird alle 11 (!) Minuten eine Frau von einem Partner oder einem Familienmitglied
umgebracht.
Im Iran, in Saudi-Arabien und weltweit werden Frauen unterdrückt, in Afrika beschnitten.
Was geht da ab?, fragt mensch sich. Wo bleibt das Forschungsteam, das dieses y Chromosom
sozusagen mal unter die Lupe nimmt, das ja offensichtlich für diese misogynen Aggressionen
verantwortlich ist,- neben gesellschaftlichen und politischen Traditionen, Gebräuchen, neben
Erziehung und Vermittlung von stockkonservativen Werten. Klar können diese in sozialen
Kulturen verschieden sein. Der gemeinsame Nenner ist aber scheinbar das Denken über die
Minderwertigkeit der Frau. Das andere, das zweite Geschlecht, wie Simone de Beauvoir 1949
treffsicher formuliert hat.
Jede dritte Frau in Österreich hat ab dem Alter von 15 schon körperliche Gewalt erleben
müssen. Frauen zwischen 15 und 74 wurden von Statistik Austria, beauftragt vom
Bundeskanzleramt, befragt. Heraus kamen schockierende Ergebnisse. Wegen schlechterer
Gehälter bleiben etliche Frauen bei ihren gewalttätigen Männern. Die ungleiche Verteilung
von Einkommen, ungleiche Bildungs-und Berufswege sowie Rollenbilder und
Machtverhältnisse tun ihr übriges. Und was unternimmt die Politik? Gewaltambulanzen soll
es geben. Es fließen 520 000 Euro in Gleichstellungsprojekte. Zum Lachen, wenns nicht zum
Weinen wäre. Nach wie vor fehlen Frauenhäuser, zum Beispiel im Außerfern. Auch in
Innsbruck quellen Schutzunterkünfte über. Es wird auch dort gespart, wie überall in sozialen
Bereichen. Flächenübergreifende kostenlose Selbstverteidigungskurse an Schulen und
Erziehung zum Respekt fehlen.
Diskriminiert werden in einer Gesellschaft meist die „Anderen“, Andersdenkenden, Fremden,
aber auch Frauen und Mädchen.
Ein Spiegel der Gesellschaft ist auch die Missachtung der Frau als Prostituierte, die ihr Geld
mit dem Verkauf ihres Körpers verdient, bzw. verdienen muss. Das sind Frauen auf der
untersten Stufe der sozialen Leiter.
Putzfrauen und Verkäuferinnen singen bestimmt kein fröhliches Lied über den Verkauf ihrer
Arbeitskraft. Sie schuften für ein Minigehalt, der eh nicht zum Leben reicht. Hausfrauen
arbeiten umsonst.
Die Sexarbeiterinnen aber, wie sie so schön gefärbt genannt werden, verkaufen dagegen ihren
Körper. Schlimmer im patriarchalen System geht’s ja wohl nimmer. Man stelle sich vor, ein
wildfremder, übelriechender, alter weißer Mann kommt daher und verlangt sexuelle Dienste
für paar Scheine. Anstatt diesen Frauen, meist aus den ehemaligen Ostblockstaaten, aber auch
aus Afrika, zu helfen, indem man ihnen ordentliche Berufswiedereinstiege, aber auch
Unterkünfte bietet, denkt man derzeit in Innsbruck darüber nach, wie und wo man
Kleinbordelle aus dem Boden stampfen kann, weil hier noch welche fehlen für die älteren
Damen dieses unwürdigen Gewerbes. In andren Städten gibt’s scheinbar ausreichend dieser
Männerbeglückungsbuden.
Prostitution ist pure Gewalt an sich. Nur Femizid ist schlimmer.
Sylvia Dürr
Foto: chloe s (unsplash)
Ein Spiegel der Gesellschaft ist auch die Missachtung der Frau als Prostituierte, die ihr Geld
mit dem Verkauf ihres Körpers verdient, bzw. verdienen muss. Das sind Frauen auf der
untersten Stufe der sozialen Leiter.
Putzfrauen und Verkäuferinnen singen bestimmt kein fröhliches Lied über den Verkauf ihrer
Arbeitskraft. Sie schuften für ein Minigehalt, der eh nicht zum Leben reicht. Hausfrauen
arbeiten umsonst.
Die Sexarbeiterinnen aber, wie sie so schön gefärbt genannt werden, verkaufen dagegen ihren
Körper. Schlimmer im patriarchalen System geht’s ja wohl nimmer. Man stelle sich vor, ein
wildfremder, übelriechender, alter weißer Mann kommt daher und verlangt sexuelle Dienste
für paar Scheine. Anstatt diesen Frauen, meist aus den ehemaligen Ostblockstaaten, aber auch
aus Afrika, zu helfen, indem man ihnen ordentliche Berufswiedereinstiege, aber auch
Unterkünfte bietet, denkt man derzeit in Innsbruck darüber nach, wie und wo man
Kleinbordelle aus dem Boden stampfen kann, weil hier noch welche fehlen für die älteren
Damen dieses unwürdigen Gewerbes. In andren Städten gibt’s scheinbar ausreichend dieser
Männerbeglückungsbuden.
Prostitution ist pure Gewalt an sich. Nur Femizid ist schlimmer.
Sylvia Dürr