Am 24. Februar 2023 jährt sich der völkerrechtswidrige russische Einmarsch in die Ukraine. Lassen wir mal beiseite, wer warum Recht/Unrecht hat: Russland/ USA/ Europa. Die unmittelbar Beteiligten, wenn sie nicht von propagandistischem Hass blind geschlagen sind, haben in diesen 365 Tagen nur eines kennen gelernt: Ohnmacht und Leid. Von mehr als 250 000 Toten ist die Rede. Mehr Ukrainer oder mehr Russen ist im Grunde unerheblich. Ein Brudervolk und alles Menschen mit Gefühlen. Menschen wie du und ich. Deren Familien bleibt nichts anderes, als ihren sinnlosen Tod zu beklagen. Eine Viertel Million hat sich gegenseitig auf Befehl umgebracht. Normalerweise landet man bei Mord im Knast. Der Krieg aber legitimiert Mord und Totschlag, auch Vergewaltigung und Vertreibung. Sämtliche Gräuel sind in Kriegsgebieten möglich. Unfassbar in einer zivilisierten Welt, könnte man meinen. Aber nein, die stumpfsinnigen Rache- und imperialistischen Machtgelüste der Befehlshaber gehen ungebremst weiter. Die westlichen Verbündeten, allen voran USA und Nato, haben auch nichts Besseres zu tun, als schwere Waffen zu liefern und die Guten zu spielen. Stellvertreterkrieg nennt man das. Derzeit spricht man von einem Patt. Spätestens jetzt wäre der ideale Zeitpunkt, um in Verhandlungen einzutreten. Aber nein, Europas First Lady von der Leichen will weiter und immer weiter liefern. Diese allzeit lächelnde dumme Gans hats ja versprochen. Diplomatie, ein schönes utopisches Wort? Warum ziehen eigentlich nicht die Machthaber gegeneinander zu Felde, sowie sehr viel früher die Stammesfürsten. Bis diese leider entdeckt haben, dass es viel gesünder für sie ist, ihre Lakaien ins Gemetzel zu schicken. Leider blasen heutzutage die hiesigen Medien ins selbe Horn der Kriegstreiberei. Ein Heer von willfährigen Mitläufern. Das Aberwitzige ist, dass viele Unternehmen, auch österreichische, schon in den Startlöchern sitzen, um sich am Wiederaufbau zu beteiligen. Was für ein schwachsinniger Zynismus: Zuerst alles zusammenschießen und zerstören, anschließend wieder aufbauen. Die Wirtschaft muss sich auch an Kaputtem gesundstoßen. Bisher arbeiten viele Firmen dort mit reduzierter Kapazität nach wie vor weiter. Ukraine war und ist ein schöner Markt für österreichische Unternehmen. „Gehts der Wirtschaft gut, gehts uns allen gut“, auch in Kriegsgebieten. Einfach nur irre.
Wie meinten 2 kluge Menschen: „Alle Kriege enden mit Verhandlungen. Warum also nicht gleich verhandeln?“ Nehru. „Wenn die große Mehrheit des Volks zu der Überzeugung gelangt, dass Kriege eine barbarische, reaktionäre und volksfeindliche Erscheinung sind, dann sind Kriege unmöglich geworden!“ Rosa Luxemburg.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Sylvia Dürr