Beton/Conrad/Wams

Man weiß nicht, über was man sich mehr wundern soll.

Über die Ahnungslosigkeit der Rathausführerriege betreffend der Innsbrucker Bodenversiegelung. Nicht seit gestern betören  Landhaus-, Marktplatz und andere Schönheiten mit überragender Betonsinnlichkeit. Dem Herrn Bürgermeister ist das scheinbar nicht ins Auge gestochen.

Zudem kann jede Gemeinde in Ermangelung einer nationalen Bodenpolitik ihre Gegend versiegeln, verschandeln  und verhökern auf Teufel komm raus. 

Oder man reibt sich die Augen über die aberwitzigen AMS Sparmaßnahmen bezüglich WAMS und der Radwerkstatt Conrad. Grund sind Kürzungen der Förderbudgets beim AMS Tirol durch den Bund. Obwohl der Verein WAMS Arbeitsplätze für arbeitssuchende Menschen bietet, wird diese gute Sache nun ausgehebelt. Eine Sauerei mehr. Aber wen wunderts in diesem ÖVP/Grünensystem? Wie stellt man sich solch eine unselige und unglaublich unsoziale Entscheidung vor? Die  AMS- Chefin schaut aus ihrem Fenster auf die Betonlandschaft draußen  und grübelt darüber, wo man den Kürzungshebel ansetzen kann. Weisung vom Arbeitsministerium. Muss man unbedingt befolgen. Egal,  wie blöd das ist. Ein Radler fährt am AMS- Fenster vorbei, und SCHWUPPS! ist die Idee der Conrad-Kürzung geboren.

 Im Grunde sind alle geförderten Projekte wichtig, deshalb kontraproduktiv, diese zu streichen. Die Menschen, die in der Werkstatt und bei WAMS eine sichere Arbeitsstelle hatten, sitzen nun jobmäßig wieder auf der Straße. Komplett widersinnig. Der Protest gegen die Schließung zeigt eindeutig den Unmut, aber auch die Treue der KundInnen. Alles für die Katz? 

Kocher köchelt auf Sparflamme, aber nur für die eine Seite, versteht sich. Die Großkopferten  kriegen die Sahnetorte ab. Wie solls auch hier anders sein? 

(Das Wortungetüm Arbeitsmarktservice ist eine Schönfärberei  und eine irreführende Bezeichnung für oftmals schikanöse Zwangsvermittlung. Aber das steht auf einem andern Blatt….)

Passender AMS-  Slogan: Arbeitsmarktservice produziert Arbeitslose!

Sylvia Dürr

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