Nachtrag Nationalfeiertag/Neutralität

Hurra!  Am 26. Oktober wurde nach erzwungener Corona- Pause endlich auch wieder am Innsbrucker Flughafen gefeiert. Große Freude bei Groß und Klein, den Loopings und ausgestellten Flugzeugen zuzuschauen. Am Flughafen herrschte irres Gedränge wegen Flugzeugschau mit Hercules- Transportmaschine und Eurofightern, die es nicht lassen konnten, dicht über den Köpfen der Bevölkerung ihre knallig krachend lauten Schwünge zu ziehen. Das wurde natürlich geübt, sodass man einen Tag vorher die geplagten Ohren zuhalten musste, um nicht taub zu werden . Aber laut Major S. war der Lärm erträglich, da es sich nicht um Überschall- Flüge handelte. Politiker hoben in salbungsvollen, sorgeumwitterten Reden die Neutralität hervor, aber warben weiter für Aufrüstung und Waffenlieferungen.  Natürlich nur für die „gute“ Seite. Komplett absurd!

Ein neutraler Staat sollte diplomatisch handeln und für eine humanitäre Waffenruhe in Nahost und Nordost und für Frieden einstehen, aber unser Außenminister Schallenberger tönte unisono mit seiner deutschen Kollegin Baerbock, man solle weiterkämpfen. Noch mehr Hass und Blutvergießen. Das Wort Neutralität ist hierzulande ziemlich ausgehöhlt. Niemals war Frieden stiften so wichtig wie heute. Leider wird weiter aufgerüstet. Derzeit sollte man genau darauf achten, was man von sich gibt, denn sonst wird man schnell in irgendeine Ecke oder in ein Lager gesteckt, und es kann passieren, dass man von allen möglichen wie unmöglichen Seiten angegriffen wird, wie letztens passiert (nicht nur) bei UN Generalsekretär Guterres.  

Pazifismus fällt heuer ins Wasser und die kriegerische Epoche hat Aufwind. Der Horizont färbt sich rot. Aber nicht vom Sozialismus, sondern von Blut. 

Tatsächlich gibt es ein Land vergleichbar mit der Größe der Schweiz, das wirklich neutral ist. Dort gibt es kein Heer seit 1949: Costa Rica! Dafür werden dort mehr Mittel in Bildung und Erziehung gesteckt. Das wär doch was? Träum weiter…

Sylvia Dürr

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