Dürfen Reiche alles?

Es gibt keinerlei Einschränkungen jedweder Hinsicht, wenn man über das nötige Kleingeld verfügt, wie zum Beispiel  Benkos/ Swarovskis Vergnügungsflotte am Innsbrucker Flughafen mit derzeit 100 000 Euro Schulden, die dem Steuerzahler aufgebrummt werden, klar. Oder Benkos Immobilienimperium, das aufgeflogen ist mit verlorenen Milliarden, die scheinbar plötzlich im luftleeren Nirwana schweben, und viele geldschwere Gläubiger deshalb über ihr verlorenes Geld jammern. Oder Pema-Chef Schafferer und seine millionenschwere Villa in Innsbruck- Hötting. Alles abgesegnet und genehmigt. Einige Superreiche mit Gewissen rufen angesichts der monströsen Gewinne der letzten Jahre tatsächlich nach einer Vermögens- und Erbschaftssteuer. Das wird aber nach wie vor vereitelt von eben jenen anderen einflussreichen Superreichen, Lobbyisten und sonstigen Heuschrecken, die ihren Hals never voll kriegen, und ja, von unsren regierenden PolitikerInnen, die daran doch irgendwie profitieren. Sonst hätte jeder halbwegs normal handelnde, verantwortungsvolle Volksvertreter im Sinne seiner Untertanen schon längst Gesetze in die Wege geleitet. Aber wo gibts die? Eine Hand wäscht die andere. Auch Geld. Da ist der Ruf nach leistbarem Wohnen zwar  gut gemeint, aber angesichts der Tatsache, dass Grund und Boden unantastbar sind, sobald diese in Privatbesitz landen, ziemlich unrealistisch. Chalets hinknallen. Boden versiegeln. Alles genehmigt. Und trauriger Usus. Wohlgemerkt ist hier nicht von der Zweizimmer- Wohnung von Tante Emma die Rede, sondern von Besitztümern à la Pema GmbH etc. Das „Gemeinwohl“, in der Verfassung verankert, verschwindet als Mehrwert in privaten Taschln. Womit wir bei der Frage wären. Dürfen Reiche alles?

Sylvia Dürr

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