Pünktlich zum Davos- Hokuspokus werden wir beglückt mit interessanten Infos von Oxfam und anderen NGOs, um zu erfahren, wie das Vermögen der Reichen gestiegen ist und noch steigt in schwindelerregend unfassbare Höhen. Sogar in der Pandemie, als es nicht nur den meisten kleinen und mittleren Betrieben mies ging, sondern auch dem tumben Volk, hat das Milliardäreliteneigentum unermesslich zugelegt. Gewusst wie! Die Börsenkurve ist hinaufgesaust zur Freude aller nimmersatten Monopolisten. Des Einen Freud ist des Andern Leid, sprich die Armut nimmt im Gegensatz zu. Das ist der Deal und Usus im ungerechten Wirtschaftssystem. („Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“ ) Man denkt, irgendwann ist das Plafond erreicht,- und es reicht wirklich mit dem kapitalistischen Unfug. Aber nein. Es kommt noch dicker. Hand in Hand mit dem neuen alten Donald agiert ein neuer Dagobert Musk an seiner rechten Seite und tönt unüberhörbar in alle Richtungen: I am the greatest! Er ist fast am Ziel, um die Welt in seinen Händen zu halten und die Politik nach seinem Gusto zu formen wie Knetmasse. Benko ist leider baden gegangen. Aber Kapitalisten sind bekanntlich gute Schwimmer. Bald gibt es nach dem Willen der Reichen und ihren Politiker-Adlaten keine lästigen Verbote und sonstige unbequemen Vorschriften mehr. Businessgrenzen sind schon lange gekippt. Aber Menschengrenzen werden hochgezogen. Das ist Playerlogik. Demokratie? Nur lästig und weg damit! War eh nur ein Feigenblatt für Naivlinge. Umweltschutz? Schnee von gestern! Nach den Sternen greifen, heißt die Zukunft von Tech- Dagoberts! Hurra, alles ist käuflich: Rohstoffe, kleine und große Inseln, Menschen, der Mond und die Sterne, aber auch Anstand und Gewissen. In Dagobert Musks Augen schillert das Weltall mitsamt herumflitzender Raketen zum Mond, Mars und sonstwohin. Vielleicht gibt es ja gnädige Aliens dort oben, die ihn und all die anderen neureichen Zumutungen mitsamt ihrem Schweinesystem unter ihre Fittiche nehmen und sie ins ewige All katapultieren. Aber das gibts leider nur im Science Fiction Film.
Sylvia Dürr