Man muss den Gürtel enger schnallen, dieses Blabla kann man nimmer hören. Es schallt aus allen Politik- und Medien-Rohren. Dagegen ist Aufrüsten das Gebot der Stunde. Womöglich steht bald der Russe im Garten.
Auch werden tunlichst die staatlichen Finger von großen Vermögen und reichen Erben gelassen, aber die Wirtschaft auf allen Gebieten kräftig subventioniert. Umverteilung? Nein danke! Geld wäre ja genügend vorhanden, nur in den falschen Händen.
Wo sparen? Natürlich am steuerzahlenden Volk, an der Rente, Bildung, Gesundheit, am sozialen Gefüge. Fragt sich, warum SPÖ und NEOS all diese sauren Äpfel geschluckt, bzw diese Debakel mitfabriziert haben, im Widerspruch zu ihren Wahlversprechen. Aber wen kümmern schon die Phrasen von gestern? Macht und Ansehen sind scheinbar was unheimlich Erstrebenswertes, dem man alles opfern kann: Anstand, Rückgrat, Visionen und der Blick in den Spiegel.
Nun wird ein Kahlschlag an den Unis praktiziert. Befristete Verträge waren schon immer fragwürdig. Hire and fire, heißt die Devise. Man muss sich nicht wundern, wenn bald ganze Schwärme von jungen WissenschaftlerInnen ins Ausland abwandern. Die Forschung wird eingeschränkt. Bravo! Das hätte die FPÖ nicht besser hingekriegt. Die Betroffenen sollten mehr in die Nachbarländer schielen und auf die Straßen gehn à la Francaise. Dort wurden den Schülern und Studenten nun tatsächlich eine Erhöhung der Ausbildungsgelder zugesagt. Mal schauen.
Der Kapitalismus hechelt weiter und weiter mit seinen Adlaten an den Macht- und Geldhebeln. Er sollte die Macht des Straßenprotests nicht unterschätzen…
Am Falschen sparen war schon immer gefährlich, um nicht zu sagen, dämlich. Der Bildungsweg in Österreich aber geht munter weiter Richtung Bananenrepublik mit Marschmusik und Kaspressknödel.
Sylvia Dürr