Quo vadis Studis?

Studierende gingen in Innsbruck auf die Straße wegen Kürzungen im Unisektor. Auch wollten sie auf den Wert der Wissenschaft aufmerksam machen, Hand in Hand mit Unirektoren, was ein wenig merkwürdig daherkam. Ja, die jungen Leute sind die wissenschaftliche Zukunft. Ja, es gibt fast nichts Dümmeres, als an der Bildung zu sparen und Gelder zu kürzen. An anderen Stellen wie Rüstung wird aufgestockt und ausgegeben. Deutschland rühmt sich, schon an 4. Stelle der Weltausgaben zu sein. Der reinste Irrsinn! Die heilige Kuh der Vermögens- und Erbschaftssteuer wird nicht angetastet. Da legt die Regierung ihre Hände schützend vor. Red Bull Erbe und andre Milliardenschlaumeier lachen sich auf ihren Luxuxfäkaldampfern ins goldene Fäustchen. Egal. Wird alles akzeptiert, sogar von depperten Gazetten bewundert und fotografiert. Höchste Zeit, dass ( nicht nur) die Studierenden sich auch dagegen äußern und über den Uni – Tellerrand schauen. Zum Beispiel, was die  Verlängerung der Wehrpflicht anbetrifft, den nur ein kleiner Prozentsatz wirklich will. Man sollte gegen Kriegseskalationen jeglicher Art  protestieren, die von kalkulierenden, eiskalten Machthabern angezettelt und dafür Menschen in den Tod geschickt werden. Wo sind die Friedensmärsche und großen Demonstrationen von damals geblieben ? Wo die Demos von Fridays for Future? Man sollte sich nicht wegducken, sich von dämlichen Bologna- Vorschriften knechten lassen und nur von Seminar zu Seminar hecheln. Klar sind Events und Drinks überlebensnotwendig ( nicht nur ) in dem Alter. Es gibt aber noch was anderes. Really!! Ja, der Rückzug ins Private hat nix gebracht. Denn das Private ist politisch, erkannte in den 70er schon die Frauenbewegung. Leider leben wir heute wieder in einer brandgefährlichen Zeit. Auch deshalb ist eine hellsichtige, kritische Jugend unsere hoffnungsvolle Zukunft. Es braucht zudem eine fundierte Friedensbewegung aus allen Schichten und Generationen. Besser gestern als morgen! Die Demonstration der Studierenden war ein Zeichen gegen Sozial-und Bildungsabbau und allemal besser als nichts. 

Sylvia Dürr

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